24.09.2006 - 12:21 - Vereine & Verbände

Erste Verantstaltung der Kampagne „Verantwortliche Unternehmensführung im Mittelstand“ ein Erfolg

Pressemitteilung von: Bundesinitiative „Unternehmen: Partner der Jugend“ (UPJ) e.V.
Unternehmen, die sich aktiv im Gemeinwesen engagieren, fördern gesellschaftlichen Zusammenhalt an ihrem Standort und gewinnen in vielen Bereichen der eigenen Unternehmensentwicklung. Wie das unter Einbindung der Mitarbeiter praktisch funktionieren kann, darüber informierten sich gestern Abend in Frankfurt Vertreter von mehr als 20 Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Das bundesweite Corporate Citizenship-Unternehmensnetzwerk von UPJ und die Firmen Citigroup, Deutsche Börse, Freshfields Bruckhaus Deringer und Linklaters hatten eingeladen, sich über Modelle gemeinnützigen unternehmerischen Engagements zu informieren.

Die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger berichtete dabei über die Kampagne der Landesregierung „Engagiertes Unternehmen – Impulse für Hessen“. „Immer mehr Unternehmen erkennen und fördern das Potential ihrer ehrenamtlich aktiven Mitarbeiter. Das fördert die Unternehmenskultur und hilft sowohl dem Unternehmen als auch unserer Gesellschaft. Bürgerschaftliches Engagement und Unternehmertum gehören durchaus zusammen; deshalb sollte das soziale Engagement auch ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie werden."

Dr. Joachim v. Harbou, Präsident der IHK Frankfurt am Main, beschrieb die Bedeutung des sozialen Engagements von Unternehmen für den Standort Frankfurt. "Wichtig ist, dass es sich nicht nur wirtschaftlich lohnt hier zu leben, sondern dass das wirtschaftliche Leben hier auch eine glaubwürdige ethische Basis hat."

Welche Wettbewerbsvorteile gemeinnütziges Engagement den Unternehmen selbst bringen kann, darüber referierten Prof. Dr. André Habisch vom Center for Corporate Citizenship an der Katholischen Universität Eichstätt und Peter Kromminga, UPJ-Geschäftsführer. In einem gemeinsamen Vortrag erläuterten sie die theoretische Basis und praktische Vorgehensweisen für das soziale Engagement von Unternehmen. So konnte jeder der rund 40 Teilnehmer die eigenen Überlegungen zum unternehmerischen Engagement mit den plastisch vorgetragenen Erfahrungen der Referenten abgleichen.

Ein praktisches Beispiel stellten Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer, Linklaters und eine Lehrerin einer Klasse im Berufsgrundbildungsjahr vor. Mitarbeiter der Unternehmen haben im Frühjahr diesen Jahres Schüler von beruflichen Schulen in Frankfurt zunächst dabei unterstützt, Bewerbungsmappen zu erstellen. In einem zweiten Schritt hatten insgesamt 49 Schüler aus der Klingerschule, der Franz-Böhm-Schule und der Stauffenbergschule die Chance, eine Bewerbungssituation im echten Büroumfeld mit Telefontraining zu simulieren und aus dem qualifizierten Feedback der Mitarbeiter zu lernen. Im neuen Schuljahr wird das Projekt erweitert. Zum einen wird die Bethmannschule hinzugenommen, und zusätzlich wird eine „Stärken-Kompetenzen-Analyse“ vor dem Erstellen der Bewerbungsunterlagen im Einzelgespräch angeboten werden.

Die Vertreter der engagierten Unternehmen machten klar, dass das Bewerbungstraining nicht zum Ziel haben kann, alle Schüler unmittelbar in ein Ausbildungsverhältnis zu vermitteln. Es vermittle den Schülern aber spürbar Selbstvertrauen, und einen Einblick in eine andere Welt und schaffe positive "Vorbilder". Dadurch entwickelt sich eine Eigendynamik und -initiative in den Klassen, wie die Einladung der Freiwilligen zu einem gemeinsamen Vormittag in der Schule. Obwohl sowohl Lehrer als auch die Integrationsberater der Gesellschaft für Jugendbeschäftigung e.V. (gjb), dem Kooperationspartner in diesem Projekt, die Schüler intensiv auf Bewerbungen vorbereiten, zeigt das Projekt: Personen aus der Berufswelt können stärker auf die Schüler wirken und damit die Ausgangslage der Schüler im Wettbewerb um Ausbildungsplätze spürbar verbessern.

Die “Freiwilligen” erlebten das Projekt als persönlichen Gewinn. Sie hatten das Gefühl, ihrerseits anderen Lebenswirklichkeiten zu begegnen und die eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen in diesem für sie fremden Umfeld für andere Menschen sinnvoll einsetzen zu können. Daraus haben sich persönliche Kontakte entwickelt, in denen Erfolge, aber auch Misserfolge mit den Jugendlichen geteilt wurden. Die Initiatoren planen, diese positiven individuellen Aspekte in einem weiteren „Mentoring-Modul“ im nächsten Jahr stärker zu unterstützen.

Die Veranstaltung wurde mit freundlicher Unterstützung der hessischen Staatskanzlei durchgeführt und ist Teil der Kampagne „Verantwortliche Unternehmensführung im deutschen Mittelstand“, die UPJ – gefördert durch die Europäische Kommission – in den nächsten beiden Jahren durchführt. Partner der Kampagne sind der DIHK und econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite www.verantwortliche-unternehmensfuehrung.de.

Kontakt
Peter Kromminga
Bundesinitiative "Unternehmen: Partner der Jugend" (UPJ) e.V.
Linienstr. 214
D-10119 Berlin

T: 030 - 2787406-0
F: 030 - 2787406-19

Mail:
Web: www.upj-online.de

Die Bundesinitiative „Unternehmen: Partner der Jugend“ (UPJ) e.V. fördert als bundesweites Corporate Citizenship – Kompetenznetzwerk von Unternehmen, gemeinnützigen regionalen Mittlerorganisationen und Persönlichkeiten aus der Wirtschaft die langfristige Zusammenarbeit von Wirtschaft, Drittem Sektor und öffentlicher Verwaltung zur Lösung gesellschaftlicher Probleme und für ein zukunftsfähiges Gemeinwesen. Im Netzwerk „Unternehmen: Aktiv im Gemeinwesen“ unter dem Dach von UPJ engagieren sich mehr als 50 Unternehmen mit dem Ziel, das Gemeinwesen aktiv mitzugestalten, die Wirksamkeit ihres Engagements zu erhöhen und damit gleichzeitig die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen. Das Netzwerk arbeitet in Partnerschaft mit econsense, dem DIHK, Business in the Community und CSR Europe und ist offen für weitere Mitglieder. Kontakt: Peter Kromminga,

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Das Projekt ENGAGE Deutschland ist unter der Federführung von Freshfields BruckhausDeringer und Citigroup im Januar 2006 ins Leben gerufen worden. Zwischenzeitlich haben sich Linklaters, Fidelity Investments und die Deutsche Börse dieser Initiative angeschlossen. Die Zielsetzung von ENGAGE ist eine dreifache: die Förderung von Jugendlichen, die auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt schlechte Chancen haben, der persönliche Einsatz der Mitarbeiter als zentrales Element des sozialen Engagements des Unternehmens und die Ansprache weiterer Unternehmen mit der Darstellung und Diskussion des Nutzens unternehmerischen Engagements in solchen Projekten. Kontakt über: Dietmar Knopp, Partner:

Die Hessische Landesregierung initiiert und unterstützt im Rahmen ihrer Initiative „Engagiertes Unternehmen – Impulse für Hessen“ unterschiedlichste Maßnahmen, um das große Engage - mentpotenzial der hessischen Unternehmen zu fördern. Der begleitende Inter netauftritt www.engagiertes-unternehmen.de informiert Interessierte über Corporate Citizenship in Hessen und dient aktiven Corporate Citizens und solchen, die es werden wollen, Non-Profit- Organisationen und Mittlern zur weiteren Vernetzung. Auf den Seiten „Best Practice“ und „Unternehmen des Monats“ werden regelmäßig gute Beispiele aus Hessen präsentiert und ausgezeichnet. Darüber hinaus informiert das Portal über Veranstaltungen und Workshops für Unternehmen, Kommunen und Non-Profit-Organisationen zum Thema.
Kontakt über www.engagiertes-unternehmen.de

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