13.07.2007 - 09:01 - Gesundheit & Medizin
Eiweißreduzierte Säuglingsnahrung – ein neuer Lösungsansatz zur Verminderung des Übergewichtrisikos?
Pressemitteilung von: Nestlé Beba / PR Agentur: Neuland PR
Nestlé Beba Säuglingsnahrung mit verbessertem Eiweiß sorgt für optimales Wachstum und entlastet den Stoffwechsel
Frankfurt, Juli 2007 – Der Anteil übergewichtiger Kinder ist in den letzten zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen. Die genetische Veranlagung, mangelnde Bewegung und eine falsche Ernährung spielen dabei eine wichtige Rolle. Aber auch der Einfluss der frühkindlichen Ernährung rückt zunehmend in den Fokus der Wissenschaftler. Klinische Studien weisen darauf hin, dass gestillte Säuglinge ein geringeres Risiko haben, Übergewicht und Adipositas im späteren Leben zu entwickeln als nicht oder nur kurzzeitig gestillte. Als mögliche Ursache wird der Eiweißgehalt in Säuglingsnahrung diskutiert, der bislang höher sein musste als in Muttermilch.
Muttermilch ist dank ihrer einzigartigen Zusammensetzung die beste Ernährung für den Säugling mit dem optimalen Gehalt an Nährstoffen. Bemerkenswert ist ihr relativ niedriger Eiweißgehalt.
Eiweiß für Säuglingsnahrung stammt – bis auf wenige Ausnahmen – aus Kuhmilch. Diese enthält alle lebenswichtigen Eiweißbausteine (Aminosäuren) jedoch teilweise in höherem, teilweise in niedrigerem Anteil als Muttermilch. Damit jede Aminosäure in ausreichender Menge für ein gesundes Wachstum zur Verfügung steht, benötigt herkömmliche Säuglingsmilch deshalb mehr Eiweiß. Dies führt dazu, dass nicht gestillte Kinder in den ersten Lebensmonaten mehr Protein aufnehmen als gestillte Säuglinge. Wissenschaftler vermuten, dass die erhöhte Eiweißaufnahme Auswirkungen auf das Risiko hat, im späteren Leben Übergewicht oder Adipositas zu entwickeln. „Eine höhere Eiweißaufnahme kann zu einer anderen Stoffwechselprogrammierung beim Baby führen, die das Hunger-Sättungsgefühl und den Fettstoffwechsel beeinflusst“, so Mike Poßner, Leiter des Nestlé Nutrition Institute.
Nestlé hat mit einem neuen patentierten Verfahren das Milcheiweiß OPTI-PRO entwickelt, das Aminosäuren in ähnlicher Menge enthält wie Muttermilch. Damit ist es gelungen, den Eiweißgehalt in Nestlé Beba Säuglingsnahrung dem Vorbild Muttermilch anzupassen und abzusenken. „Babys, die Säuglingsanfangsnahrung mit abgesenktem Eiweiß erhielten, zeigten günstigere Stoffwechseldaten als die Gruppe mit herkömmlicher Eiweißmenge. Ihr Wachstum war gleichzeitig vergleichbar mit gestillten Säuglingen. Wenn es mit diesem Ansatz gelingt, das Risiko für Übergewicht und Adipositas zu senken, ist das ein großer Fortschritt in der Säuglingsernährung,“ sagt Possner.
Klinische Studien * belegen, dass Nestlé Beba Säuglingsanfangsnahrung mit verbessertem Eiweiß für eine optimale Entwicklung sorgt. Positiver Nebeneffekt: Eiweißreduzierte Säuglingsanfangsnahrung Nestlé Beba mit OPTI PRO entlastet den Stoffwechsel und schont die Nieren *.Nestlé Beba mit verbessertem Eiweiß ist ab sofort in vier verschiedenen Fütterungsstufen im Handel erhältlich.
Nestlé BEBA PRE Start Anfangs-Milchnahrung 600g ca. 9,95 €
(von Geburt an, gut zum Zufüttern)
Nestlé BEBA 1 Anfangs-Milchnahrung 800g ca. 9,99 €
(von Geburt an, zur alleinigen Ernährung oder zum Zufüttern)
Nestlé BEBA 2 Folgemilch 600g ca. 7,79 €
(nach dem 4. Monat)
Nestlé BEBA 3 Folgemilch 600g ca. 7,79 €
(ab dem 8. Monat).
Nestlé BEBA 3 Banane Folgemilch 600g ca. 7,79 €
(ab dem 8. Monat)
Presseanfragen/Belegexemplar:
Elke Schmidt Tel: 069 / 6671 - 3740
Fax: 069 / 6671 - 3190
Mail:
Download Pressetext & -fotos: www.nestle.de
Presse: Ernährung&Gesundheit
Presse: Bilder
* siehe Faktenblatt
Nestlé Deutschland AG
Frau Elke Schmidt
Lyoner Straße 23 Nestle Haus
60528
www.nestle.de
Begriffserklärungen / Erläuterungen
Übergewicht und Adipositas
Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Übergewicht ein Körpergewicht, das über dem normalen Körpermasse¬index (Body-Mass-Index, BMI*) liegt. Beim Erwachsenen entspricht Übergewicht einem BMI von 25 kg/m² und darüber. Als Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht) wird ein starkes Übergewicht mit einem zu hohen Körperfettanteil und einem BMI über 30 bezeichnet. Adipositas entsteht durch die übermäßige Bildung oder Vermehrung des Fettgewebes.
Bei Kindern und Jugendlichen ist der Grenzwert zwischen Normalgewicht und Übergewicht altersabhängig. Zur Beurteilung werden üblicherweise so genannte BMI-Perzentilkurven verwendet. Sie geben an, wie viel Prozent der Kinder einen kleineren BMI-Wert haben als den angegebenen. Liegt der BMI eines Kindes über dem 90%-Perzentil (d.h. über 90 % der Kinder desselben Alters und Geschlechts haben einen geringeren BMI), spricht man von Übergewicht. Liegt der BMI über dem 97% Perzentil, spricht man von Adipositas.
* BMI (Körpermassenzahl): Der BMI ist ein Richtwert für die Bewertung des Körpergewichts beim Menschen. Der BMI wird folgendermaßen berechnet:
Masse
Körpermassenzahl = -----------------
Größe2
Vorkommen von Übergewicht und Adipositas bei Kindern
Eine im Robert Koch-Institut durchgeführte Analyse, das so genannte Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS1), stuft 15 % der Jungen und Mädchen im Alter bis 17 Jahre als übergewichtig ein, 6 % davon als adipös. Damit ist der Anteil übergewichtiger Kinder und Jugendlicher um 50 % gestiegen, verglichen mit Referenzdaten aus den Jahren 1985-19992. Der Anteil adipöser Kinder hat sich in diesem Zeitraum sogar verdoppelt3.
Eiweiß in Muttermilch
Muttermilch enthält alle Nährstoffe in der Menge, die eine optimale Entwicklung des Babys ermöglichen. Einer der Hauptnährstoffe ist Eiweiß, aus dessen Bausteinen, den Aminosäuren, im Stoffwechsel körpereigene Substanz aufgebaut wird. Der Proteingehalt der Muttermilch ist mit durchschnittlich 1,8 Gramm pro 100 Kilokalorien relativ gering. (Zum Vergleich: Trinkmilch mit 3,5 % Fett enthält etwa 5,1 Gramm Eiweiß pro 100 Kilokalorien).
Gesetzliche Vorgaben für Eiweiß in Säuglingsnahrungen
Für herkömmliche Säuglingsnahrung ist vom Gesetzgeber ein höherer Gehalt an Protein vorgeschrieben, als bei Muttermilch. Damit wird der Unterschied zwischen den Aminosäuren der Kuhmilch und Muttermilch so ausgeglichen, dass der Säugling jede essentielle Aminosäure wie beispielsweise Tryptophan, in ausreichender Menge aufnimmt.
Einfluss der Proteinaufnahme auf Stoffwechsel und Wachstum des Säuglings
Nicht gestillte Kinder nehmen in den ersten Lebensmonaten 20-40 % mehr Protein auf als gestillte Säuglinge. Der vermehrte Eiweißanteil in Säuglingsnahrung erhöht den Harnstoffspiegel im Blut des Kindes: Stoffwechsel- und Nierenbelastung steigen. Wissenschaftler vermuten außerdem einen Zusammenhang zwischen der erhöhten Eiweißaufnahme und der Wahrscheinlichkeit, später an Adipositas zu erkranken4 (vgl. EARNEST-Studie, Seite 3).
Nestlé Beba Säuglingsnahrung mit reduziertem Eiweißgehalt
Nestlé Beba hat den Proteingehalt in Säuglingsnahrung gemäß den neuesten Erkenntnissen aus der Wissenschaft abgesenkt und an den Eiweißgehalt von Muttermilch angepasst. Gleichzeitig hat Nestlé die Proteinqualität verbessert. Mit Hilfe eines innovativen patentierten Verfahrens ist es gelungen, den Anteil essentieller Aminosäuren (z.B. Tryptophan) am Gesamteiweißgehalt zu erhöhen. Klinische Studien beweisen, dass Nestle Beba Säuglingsanfangsnahrung mit verbessertem Eiweißanteil für eine optimale Entwicklung des Babys sorgt und gleichzeitig den Stoffwechsel entlastet5. Dadurch sind die neuen Säuglingsnahrungen auch mit den gesetzlichen Bestimmungen vereinbar.
Studien zum möglichen Zusammenhang zwischen frühkind¬licher Ernährung und Übergewicht
Ergebnisse einer Untersuchung an 12-18 Jahre alten Jugendlichen aus dem Jahr 1981 lassen einen Zusammenhang zwischen der Ernährung im Säuglingsalter und dem Risiko, im späteren Leben Adipositas zu entwickeln, vermuten. Die Untersuchung ergab ein signifikant erhöhtes Risiko für Adipositas bei Jugendlichen, die als Säugling nicht gestillt worden waren6.
Von Kries und Mitarbeiter analysierten die Aufzeichnungen einer in Bayern durchgeführten Schuleingangsuntersuchung aus dem Jahr 1997. Es wurden Daten von 9357 Kindern ausgewertet. Auch hier zeigte sich, dass ein Zusammenhang zwischen frühkindlicher Ernährung und dem Adipositasrisiko besteht7.
Early Nutrition Programming Project EARNEST:
2005 startete das Early Nutrition Programming Project EARNEST. Das EU-Projekt, das bis zum Jahr 2010 laufen soll, wird durch Professor Koletzko von der Kinderklinik der Universität München koordiniert. In einer kontrollierten klinischen Beobachtungsstudie mit 990 Kindern wird der Einfluss der frühkindlichen Ernährung auf die Entwicklung des Menschen und dessen Stoffwechsel im späteren Leben untersucht. Im April 2007 stellte Professor Koletzko erste Ergebnisse der Studie auf dem europäischen Adipositaskongress in Budapest vor. Demnach besitzen Kinder, die mit einer eiweißreduzierten Säuglingsanfangsnahrung (1,8 g/100kcal) ernährt wurden, nach zwei Lebensjahren ein mit gestillten Kindern vergleichbares Wachstum und günstigere Stoffwechseldaten als Kinder, die eine eiweißreiche Nahrung (3,0 g/100 kcal) erhielten8. Nachuntersuchungen der Kinder sollen nun zeigen, inwieweit die eiweißreduzierte Ernährung als Säugling und die damit verbundenen günstigen Stoffwechseldaten langfristig erhalten bleiben und damit das Risiko senken, Übergewicht oder Adipositas im späteren Lebensalter zu entwickeln.
Literatur
1 www.kiggs.de
2 Krommeyer-Hauschild K, Wabitsch M, Kunze D et al.: Perzentile für den Body-Mass-Index für das Kindes- und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben. Monatsschrift Kinderheilkunde 149: 807–818 (2001).
3 Kurth B-M, Schaffrath-Rosario A: Die Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 50: 529ff (2007).
4 Plagemann A, Davidowa H: Increased inhibition by agouti-related peptide of ventromedial hypothalamic neurons in rats overweight due to early postnatal overfeeding. Neurosci Lett 330: 33-36 (2002).
5 Räihä, NCR, Fazzolar-Nesci, A, Cajozzo C, Pucci G, Monestier A, Moro G, Minoli I, Haschke-Becher E, Bachmann C, van`t Hof M, Carrié Fässler A-L, Haschke F: Whey Predominant, Whey modified Infant formula with protein/Energy ratio of 1.8g/100kcal: adquate and safe for term infants from birth to four months. J Pdiatr Gastroenterol Nutr 35: 275–281 (2002).
6 Kramer M: Do breast-feding and delayed introduction of solid foods protect against subsequent obesity. J Pediatr 98, 883–887 (1981)
7von Kries R, Koletzko B, Sauerwald T, von Mutius E: Breast feeding and obesity: cross sectional study. BMJ 319, 147–150 (1999).
8 earnest.web.med.uni-muenchen.de/index2.htm
Frankfurt, Juli 2007
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Presseanfragen/Belegexemplar: Elke Schmidt
Tel: 069 / 6671 - 3740
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Frankfurt, Juli 2007 – Der Anteil übergewichtiger Kinder ist in den letzten zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen. Die genetische Veranlagung, mangelnde Bewegung und eine falsche Ernährung spielen dabei eine wichtige Rolle. Aber auch der Einfluss der frühkindlichen Ernährung rückt zunehmend in den Fokus der Wissenschaftler. Klinische Studien weisen darauf hin, dass gestillte Säuglinge ein geringeres Risiko haben, Übergewicht und Adipositas im späteren Leben zu entwickeln als nicht oder nur kurzzeitig gestillte. Als mögliche Ursache wird der Eiweißgehalt in Säuglingsnahrung diskutiert, der bislang höher sein musste als in Muttermilch.
Muttermilch ist dank ihrer einzigartigen Zusammensetzung die beste Ernährung für den Säugling mit dem optimalen Gehalt an Nährstoffen. Bemerkenswert ist ihr relativ niedriger Eiweißgehalt.
Eiweiß für Säuglingsnahrung stammt – bis auf wenige Ausnahmen – aus Kuhmilch. Diese enthält alle lebenswichtigen Eiweißbausteine (Aminosäuren) jedoch teilweise in höherem, teilweise in niedrigerem Anteil als Muttermilch. Damit jede Aminosäure in ausreichender Menge für ein gesundes Wachstum zur Verfügung steht, benötigt herkömmliche Säuglingsmilch deshalb mehr Eiweiß. Dies führt dazu, dass nicht gestillte Kinder in den ersten Lebensmonaten mehr Protein aufnehmen als gestillte Säuglinge. Wissenschaftler vermuten, dass die erhöhte Eiweißaufnahme Auswirkungen auf das Risiko hat, im späteren Leben Übergewicht oder Adipositas zu entwickeln. „Eine höhere Eiweißaufnahme kann zu einer anderen Stoffwechselprogrammierung beim Baby führen, die das Hunger-Sättungsgefühl und den Fettstoffwechsel beeinflusst“, so Mike Poßner, Leiter des Nestlé Nutrition Institute.
Nestlé hat mit einem neuen patentierten Verfahren das Milcheiweiß OPTI-PRO entwickelt, das Aminosäuren in ähnlicher Menge enthält wie Muttermilch. Damit ist es gelungen, den Eiweißgehalt in Nestlé Beba Säuglingsnahrung dem Vorbild Muttermilch anzupassen und abzusenken. „Babys, die Säuglingsanfangsnahrung mit abgesenktem Eiweiß erhielten, zeigten günstigere Stoffwechseldaten als die Gruppe mit herkömmlicher Eiweißmenge. Ihr Wachstum war gleichzeitig vergleichbar mit gestillten Säuglingen. Wenn es mit diesem Ansatz gelingt, das Risiko für Übergewicht und Adipositas zu senken, ist das ein großer Fortschritt in der Säuglingsernährung,“ sagt Possner.
Klinische Studien * belegen, dass Nestlé Beba Säuglingsanfangsnahrung mit verbessertem Eiweiß für eine optimale Entwicklung sorgt. Positiver Nebeneffekt: Eiweißreduzierte Säuglingsanfangsnahrung Nestlé Beba mit OPTI PRO entlastet den Stoffwechsel und schont die Nieren *.Nestlé Beba mit verbessertem Eiweiß ist ab sofort in vier verschiedenen Fütterungsstufen im Handel erhältlich.
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(nach dem 4. Monat)
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(ab dem 8. Monat).
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Begriffserklärungen / Erläuterungen
Übergewicht und Adipositas
Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO ist Übergewicht ein Körpergewicht, das über dem normalen Körpermasse¬index (Body-Mass-Index, BMI*) liegt. Beim Erwachsenen entspricht Übergewicht einem BMI von 25 kg/m² und darüber. Als Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht) wird ein starkes Übergewicht mit einem zu hohen Körperfettanteil und einem BMI über 30 bezeichnet. Adipositas entsteht durch die übermäßige Bildung oder Vermehrung des Fettgewebes.
Bei Kindern und Jugendlichen ist der Grenzwert zwischen Normalgewicht und Übergewicht altersabhängig. Zur Beurteilung werden üblicherweise so genannte BMI-Perzentilkurven verwendet. Sie geben an, wie viel Prozent der Kinder einen kleineren BMI-Wert haben als den angegebenen. Liegt der BMI eines Kindes über dem 90%-Perzentil (d.h. über 90 % der Kinder desselben Alters und Geschlechts haben einen geringeren BMI), spricht man von Übergewicht. Liegt der BMI über dem 97% Perzentil, spricht man von Adipositas.
* BMI (Körpermassenzahl): Der BMI ist ein Richtwert für die Bewertung des Körpergewichts beim Menschen. Der BMI wird folgendermaßen berechnet:
Masse
Körpermassenzahl = -----------------
Größe2
Vorkommen von Übergewicht und Adipositas bei Kindern
Eine im Robert Koch-Institut durchgeführte Analyse, das so genannte Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS1), stuft 15 % der Jungen und Mädchen im Alter bis 17 Jahre als übergewichtig ein, 6 % davon als adipös. Damit ist der Anteil übergewichtiger Kinder und Jugendlicher um 50 % gestiegen, verglichen mit Referenzdaten aus den Jahren 1985-19992. Der Anteil adipöser Kinder hat sich in diesem Zeitraum sogar verdoppelt3.
Eiweiß in Muttermilch
Muttermilch enthält alle Nährstoffe in der Menge, die eine optimale Entwicklung des Babys ermöglichen. Einer der Hauptnährstoffe ist Eiweiß, aus dessen Bausteinen, den Aminosäuren, im Stoffwechsel körpereigene Substanz aufgebaut wird. Der Proteingehalt der Muttermilch ist mit durchschnittlich 1,8 Gramm pro 100 Kilokalorien relativ gering. (Zum Vergleich: Trinkmilch mit 3,5 % Fett enthält etwa 5,1 Gramm Eiweiß pro 100 Kilokalorien).
Gesetzliche Vorgaben für Eiweiß in Säuglingsnahrungen
Für herkömmliche Säuglingsnahrung ist vom Gesetzgeber ein höherer Gehalt an Protein vorgeschrieben, als bei Muttermilch. Damit wird der Unterschied zwischen den Aminosäuren der Kuhmilch und Muttermilch so ausgeglichen, dass der Säugling jede essentielle Aminosäure wie beispielsweise Tryptophan, in ausreichender Menge aufnimmt.
Einfluss der Proteinaufnahme auf Stoffwechsel und Wachstum des Säuglings
Nicht gestillte Kinder nehmen in den ersten Lebensmonaten 20-40 % mehr Protein auf als gestillte Säuglinge. Der vermehrte Eiweißanteil in Säuglingsnahrung erhöht den Harnstoffspiegel im Blut des Kindes: Stoffwechsel- und Nierenbelastung steigen. Wissenschaftler vermuten außerdem einen Zusammenhang zwischen der erhöhten Eiweißaufnahme und der Wahrscheinlichkeit, später an Adipositas zu erkranken4 (vgl. EARNEST-Studie, Seite 3).
Nestlé Beba Säuglingsnahrung mit reduziertem Eiweißgehalt
Nestlé Beba hat den Proteingehalt in Säuglingsnahrung gemäß den neuesten Erkenntnissen aus der Wissenschaft abgesenkt und an den Eiweißgehalt von Muttermilch angepasst. Gleichzeitig hat Nestlé die Proteinqualität verbessert. Mit Hilfe eines innovativen patentierten Verfahrens ist es gelungen, den Anteil essentieller Aminosäuren (z.B. Tryptophan) am Gesamteiweißgehalt zu erhöhen. Klinische Studien beweisen, dass Nestle Beba Säuglingsanfangsnahrung mit verbessertem Eiweißanteil für eine optimale Entwicklung des Babys sorgt und gleichzeitig den Stoffwechsel entlastet5. Dadurch sind die neuen Säuglingsnahrungen auch mit den gesetzlichen Bestimmungen vereinbar.
Studien zum möglichen Zusammenhang zwischen frühkind¬licher Ernährung und Übergewicht
Ergebnisse einer Untersuchung an 12-18 Jahre alten Jugendlichen aus dem Jahr 1981 lassen einen Zusammenhang zwischen der Ernährung im Säuglingsalter und dem Risiko, im späteren Leben Adipositas zu entwickeln, vermuten. Die Untersuchung ergab ein signifikant erhöhtes Risiko für Adipositas bei Jugendlichen, die als Säugling nicht gestillt worden waren6.
Von Kries und Mitarbeiter analysierten die Aufzeichnungen einer in Bayern durchgeführten Schuleingangsuntersuchung aus dem Jahr 1997. Es wurden Daten von 9357 Kindern ausgewertet. Auch hier zeigte sich, dass ein Zusammenhang zwischen frühkindlicher Ernährung und dem Adipositasrisiko besteht7.
Early Nutrition Programming Project EARNEST:
2005 startete das Early Nutrition Programming Project EARNEST. Das EU-Projekt, das bis zum Jahr 2010 laufen soll, wird durch Professor Koletzko von der Kinderklinik der Universität München koordiniert. In einer kontrollierten klinischen Beobachtungsstudie mit 990 Kindern wird der Einfluss der frühkindlichen Ernährung auf die Entwicklung des Menschen und dessen Stoffwechsel im späteren Leben untersucht. Im April 2007 stellte Professor Koletzko erste Ergebnisse der Studie auf dem europäischen Adipositaskongress in Budapest vor. Demnach besitzen Kinder, die mit einer eiweißreduzierten Säuglingsanfangsnahrung (1,8 g/100kcal) ernährt wurden, nach zwei Lebensjahren ein mit gestillten Kindern vergleichbares Wachstum und günstigere Stoffwechseldaten als Kinder, die eine eiweißreiche Nahrung (3,0 g/100 kcal) erhielten8. Nachuntersuchungen der Kinder sollen nun zeigen, inwieweit die eiweißreduzierte Ernährung als Säugling und die damit verbundenen günstigen Stoffwechseldaten langfristig erhalten bleiben und damit das Risiko senken, Übergewicht oder Adipositas im späteren Lebensalter zu entwickeln.
Literatur
1 www.kiggs.de
2 Krommeyer-Hauschild K, Wabitsch M, Kunze D et al.: Perzentile für den Body-Mass-Index für das Kindes- und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener deutscher Stichproben. Monatsschrift Kinderheilkunde 149: 807–818 (2001).
3 Kurth B-M, Schaffrath-Rosario A: Die Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 50: 529ff (2007).
4 Plagemann A, Davidowa H: Increased inhibition by agouti-related peptide of ventromedial hypothalamic neurons in rats overweight due to early postnatal overfeeding. Neurosci Lett 330: 33-36 (2002).
5 Räihä, NCR, Fazzolar-Nesci, A, Cajozzo C, Pucci G, Monestier A, Moro G, Minoli I, Haschke-Becher E, Bachmann C, van`t Hof M, Carrié Fässler A-L, Haschke F: Whey Predominant, Whey modified Infant formula with protein/Energy ratio of 1.8g/100kcal: adquate and safe for term infants from birth to four months. J Pdiatr Gastroenterol Nutr 35: 275–281 (2002).
6 Kramer M: Do breast-feding and delayed introduction of solid foods protect against subsequent obesity. J Pediatr 98, 883–887 (1981)
7von Kries R, Koletzko B, Sauerwald T, von Mutius E: Breast feeding and obesity: cross sectional study. BMJ 319, 147–150 (1999).
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