(openPR) „Der Schlaf ist für den Menschen, was das Aufziehen für die Uhr ist.“ Schon der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer wusste um die Bedeutung von gesundem Schlaf. Schlaflose Nächte, sei es aus Sorge um den Arbeitsplatz, aus Vorfreude auf den lange ersehnten Urlaub oder aus Liebeskummer, hat wohl jeder schon einmal verbracht. Doch Menschen, die an Narkolepsie leiden, sind doppelt gestraft. Nachts werden sie von Schlafstörungen und tagsüber von Einschlafattacken gequält. Hinzu kommen realistische und oft angstvolle Traum- bzw. Trugwahrnehmungen. Da die Narkolepsie eine seltene und noch recht unbekannte neurologische Erkrankung ist, findet man nur wenige spezifische Informationen darüber. Für alle Betroffenen und Interessierten gibt es nun mit www.hellwach-narkolepsie-erkennen.de eine neue Webseite, auf der man Wissenswertes zum Thema Narkolepsie erfährt.
Von Narkolepsie, im Volksmund auch als Schlafkrankheit bezeichnet, sind in Deutschland schätzungsweise 32 000 Menschen betroffen. Sie äußert sich zunächst durch eine gesteigerte Tagesschläfrigkeit, infolge derer es zu ungewolltem Einschlafen oder Einschlafattacken kommt. Die Betroffenen können mitten im Gespräch oder beim Abendessen, noch mit dem Besteck in der Hand, einschlafen. Weitere charakteristische Symptome sind der gestörte Nachtschlaf, Halluzinationen und Kataplexien, bei denen die Patienten die Kontrolle über ihre Muskeln verlieren. In leichten Fällen führt das z.B. zum Erschlaffen der Gesichtsmuskulatur, in schweren Fällen sacken die Betroffenen in sich zusammen und sinken zu Boden.
Wie bei anderen seltenen Krankheiten besteht auch bei der Narkolepsie das Problem, dass sie oft erst nach Jahren erkannt und die Symptome fehlgedeutet werden. Denn die Erkrankung beginnt zumeist schleichend und unspezifisch. Hinzu kommt, dass viele Betroffene charakteristische Symptome, z.B. Halluzinationen, beim Arztbesuch verschweigen, und zwar aus Angst, für psychisch krank gehalten zu werden. So können mitunter bis zu zehn Jahre und mehr vergehen, ehe die endgültige Diagnose feststeht.
Davon berichtet auch die Schlafmedizinerin Professor Dr. Sylvia Kotterba, Oberärztin an der Neurologischen Klinik und Poliklinik der Berufsgenossen-schaftlichen Kliniken Bergmannsheil in Bochum. Sie verfügt über jahrelange Erfahrung mit der Therapie von Narkolepsie-Patienten. „Um den Leidensweg für die Betroffenen zu verkürzen, muss vermehrt über diese Erkrankung aufgeklärt werden“, so Kotterba. Denn je bekannter die Narkolepsie ist, desto eher wird sie frühzeitig erkannt. Zusammen mit Dr. med. Peter Geisler, Leiter des Schlaflabors der Psychiatrischen Universitätsklinik am Bezirksklinikum Regensburg, und der UCB GmbH, Kerpen, beantwortet sie nun auf www.hellwach-narkolepsie-erkennen.de häufige Fragen zur Narkolepsie. Die Webseite wird ständig ergänzt und aktualisiert.









