1000 Teilnehmer auf dem 3. Weltkongress für Regenerative Medizin

Pressemitteilung von: Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie
Bild im Großformat
Mit einem Teilnehmerrekord ist am 20. Oktober der 3. Weltkongress für Regenerative Medizin in Leipzig zu Ende gegangen. Drei Tage diskutierten rund 1.000 Wissenschaftler aus 33 Ländern die neuesten Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Stammzelltherapie. „Die steigenden Besucherzahlen vom 1. zum 3. Weltkongress belegen, dass sich der Weltkongress zu einer international renommierten Wissenschaftsveranstaltung etabliert hat“, sagte Professor Frank Emmrich, Tagungspräsident und Direktor des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig.

Die wissenschaftlichen Vorträge dokumentierten die rasante Entwicklung der Stammzellforschung. Zahlreiche Experten erwarten bereits in den nächsten fünf bis zehn Jahren den Durchbruch bei der Therapie von Krebserkrankungen durch den Einsatz von Stammzellen. Professor Dietmar Hutmacher, der an Universitäten in Australien und Singapur forscht, stellte eine Forschungsarbeit vor, bei der beschädigte Knorpel in Gelenken durch Stammzellen wiederhergestellt werden.

Vor allem deutsche Wissenschaftler plädierten auf dem Kongress für liberalere Forschungsbedingungen. Über 20 verschiedene gesetzliche Bestimmungen reglementieren derzeit die Forschungen auf dem Gebiet der Regenerativen Medizin. Professor Frank Emmrich sprach sich dafür aus, wissenschaftliche Arbeiten mit embryonalen Stammzellen nicht länger unter Strafe zu stellen. „Die neuesten Stammzelllinien dürfen in Deutschland nicht eingesetzt werden“, sagte Emmrich über gegenwärtigen Forschungsbedingungen.

Eine Vereinfachung der Stammzellforschung forderte auch der spanische Gesundheitsminister und Wissenschaftler Bernat Soria. Hierbei müsste auch die Pharmaindustrie ihren Beitrag leisten. Auf der Tagung kündigten die vier deutschen Stammzellzentren Leipzig, Dresden, Berlin und Hannover eine intensivere Zusammenarbeit an. Dazu vereinbarten sie die Gründung einer nationalen Initiative.

Der 4. Weltkongress für Regenerative Medizin findet im Oktober 2009 statt. Das wissenschaftliche Programm wird sich dann mit „Angewandten Therapien im Bereich der regenerativen Medizin“ beschäftigen.

Mehr Informationen unter www.regmed.org

Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie
Deutscher Platz 5e
04103 Leipzig
Telefon +49 (0) 341/355 36-0
Fax +49 (0) 341/355 36-109

www.izi.fraunhofer.de

Pressekontakt

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Dr. Wilhelm Gerdes
Telefon +49 (0) 341/355 36-130
Fax +49 (0) 341/355 36-77133


Das Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) ist das jüngste Mitglied des Fraunhofer Verbundes Life-Science und wurde anlässlich des europaweiten Tages der Immunologie am 29. April 2005 in der BioCity Leipzig gegründet. Ziel des Instituts ist es, spezielle Problemlösungen an den Schnittstellen von Medizin, Biowissenschaften und Ingenieurswissenschaften für Partner aus der medizinorientierten Industrie und Wirtschaft zu finden. Kernkompetenzen liegen dabei in der regenerativen Medizin, d.h. bei zelltherapeutischen Ansätzen zur Wiederherstellung funktionsgestörter Gewebe und Organe bis hin zum biologischen Ersatz durch in vitro gezüchtete Gewebe (Tissue Engineering). Damit die Gewebe ohne Probleme anwachsen können, müssen zelluläre und immunologische Abwehr- und Kontrollmechanismen erfasst und in die Verfahrens- und Produktentwicklung integriert werden. Um diese Kernkompetenzen herum ergibt sich eine Vielzahl von Aufgaben für neue Produkte und Verfahren. Das Institut ist besonders kliniknah orientiert und übernimmt Qualitätsprüfungen, GMP-Herstellung von klinischen Prüfmustern und klinische Studien im Auftrag. Darüber hinaus unterstützt es die Erlangung von Herstellungsgenehmigungen und Zulassungen. Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig wird deshalb ein neuartiges zelltherapeutisches Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe die Wiederherstellung ausgefallener Funktionen und die Rückbildung von Lähmungen beschleunigt werden können. Das Verfahren hat die ersten experimentellen Prüfungshürden mit sehr guten Ergebnissen überwunden und könnte in den kommenden zwei Jahren erstmals beim Menschen angewendet werden.

News-ID: 165667 • Views: 2143

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr