(openPR) Die CARNEADES PE KG etabliert sich weiter als Spezialdienstleister im Claimmanagement. "Der Bau und Anlagenbau steht ungebrochen unter starkem Margendruck", berichtet der bei der CARNEADES PE KG zuständige Bereichsleiter, Herr Rechtsanwalt Tobias Voigt. Änderungswünsche von Auftraggebern können nicht mehr einfach im Rahmen des Vertragspreises 'miterledigt' werden. Zugleich ist es der Auftraggeberseite aufgrund der Wettbewerbs- und Finanzierungsbedingungen nicht mehr möglich, finanzielle Risikopuffer in nennenswertem Umfang vorzusehen. Dieser Interessensgegensatz hat zwangsläufig dazu geführt, dass bei Störungen im vertraglich vorgesehenen Projektablauf beide Seiten auf einen finanziellen Ausgleich ihrer erlittenen Nachteile durch den anderen Vertragspartner drängen.
Dadurch gewinnt das Claimmanagement, d.h. die strukturierte organisatorische Begleitung von Durchsetzung und Abwehr von Ansprüchen im Bereich des Baus und Anlagenbaus, immer weiter an Bedeutung. RA Tobias Voigt: "Nehmen Sie als Beispiel eine drohende Vertragsstrafe. Das ganze Projektteam des Auftragnehmers erwirtschaftet im Bauprojekt eine Marge von 3 %. Der Claimmanager des Teams wehrt eine vom Auftraggeber geforderte Vertragsstrafe in Höhe von 5 % des Auftragswertes ab. Erfolg oder Misserfolg des Projektes hängen hier entscheidend von der Tätigkeit des Claimmanagers ab."
Ähnlichen Gefährdungen unterliegt jedoch auch die Auftraggeberseite. Späte Leistungsänderungen und unterlassene Mitwirkungshandlungen treffen in aktueller Zeit zunehmend auf im Vertragswesen vertieft geschulte Auftragnehmer. Hier ist also auf Auftraggeberseite dringender Handlungsbedarf gegeben, um durch kontinuierliche Fortbildung und Übernahme neuer Ansätze wieder zu einem Kräftegleichgewicht zu kommen.
Ausschlaggebend ist aus Sicht von Rechtsanwalt Voigt auch die Herstellung einer exzellenten personellen Wissensbasis im Unternehmen. "Nach der aktuellen Studie der Hays AG, 'Mixed Teams – Treiber des Projekterfolgs', ist gerade die Zusammensetzung von Projektteams aus internen und externen Fachkräften der entscheidende Erfolgsfaktor. Hier stehen wir mit unseren Spezialisten bereit."
Worin besteht nun die best practice im Claimmanagement? Dazu Tobias Voigt: "Die juristische Bewertung eines Claims ist dafür zunächst nicht ausschlaggebend, weil es oft schlicht nicht mehr dazu kommt. Darüber hinaus sollte diese Bewertung nach den Vorgaben des Rechtsberatungsgesetzes nur der eigenen Rechtsabteilung oder einem zugelassenen Rechtsanwalt überlassen werden. Es hat sich jedoch erwiesen, dass man nichts durchsetzen kann, was man nicht schlüssig dokumentieren und nachweisen kann. Darin liegt der eigentliche Kern des Claimmanagements. Ziel ist also die claimbezogene projektbegleitende Dokumentation des Projektablaufs und das Aufbereiten von Sachverhalten in der Art und Weise, dass sie überhaupt erst für eine juristische Fachbeurteilung geeignet sind."
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