08.04.2008 - 09:01 - IT, New Media & Software

VistaPrint darf den Markt des internetbasierten Digitaldrucks nicht länger blockieren

Pressemitteilung von: zipcon consulting GmbH / PR Agentur: PR-Kultur
Bild im Großformat
Bernd Zipper, Gründer und Inhaber der zipcon consulting GmbH
Die gerichtliche Geltendmachung von Patentrechten seitens VistaPrint versetzte die Branche des webbasierten Digitaldrucks in den letzten Monaten in Aufregung. Das Urteil des Europäischen Patentamtes brachte die Wende zugunsten des freien Wettbewerbs.

Mit sofortiger Wirkung hat das Europäische Patentamt Mittwochabend das VistaPrint Patent EP 1 040 428 B1 widerrufen. Das Urteil, das schon bindend, aber noch nicht rechtskräftig ist, betrifft das Patent "Computerized Prepress" Nr. 1 040 428. In diesem Patent wird das Verfahren der Herstellung einer Druckvorlage via Web- oder LAN-Server, sowie das Web-to-Print-Verfahren, detailliert beschrieben. Das europäische Patentamt beschäftigte sich mit diesem Thema aufgrund eines Einspruches der deutschen Firmen Socoto, TechConsult und der Peter Schmidt Group.

Fachleute sahen das Patent schon immer als äußert kritisch an, da es dem Grundsatz der Exklusivität widersprach. Bernd Zipper, Vorsitzender der Interessensgemeinschaft zur Förderung des freien Wettbewerbs (IGW): "Mit diesem Urteil hat das Europäische Patentamt anerkannt, dass das VistaPrint-Patent zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon längst Stand der Technik war. Nun können auch weitere, untergeordnete Patente, außer Kraft gesetzt werden, was dem Wettbewerb im Bereich Web-to-Print nun fairer und offener gestalten wird."

Zipper und andere Mitstreiter sehen durch das Urteil des Europäischen Patentamts einen weiteren Schritt auf dem Weg zu mehr „Patent-Gerechtigkeit“ erreicht, für die sich die IGW vehement einsetzt. Doch noch sind nicht alle Probleme gelöst. VistaPrint besitzt mehr als 80 Patente für die verschiedensten Verfahren und zeigt sich durchaus aggressiv in der Durchsetzung der Patentrechte. Zipper: "Für uns als Interessensgemeinschaft ist dies ein erster Erfolg und wir Danken den Firmen die dort initiativ geworden sind für ihren Einsatz."

„Das Urteil wird weitere positive Folgen haben, ist sich Bernd Zipper als Sprecher der Interessengemeinschaft sicher. Klaus Bungartz, Anwalt der Interessensgemeinschaft hierzu in einem www.beyond-print.de-Interview: "Das nach seinem früheren Inhaber benannte Petzold*-Patent schützt ein ganz ähnliches Verfahren, wobei hier als möglicherweise zusätzliches Merkmal die Übertragung einer Parameter-Datei von dem Anwender Rechner auf den Server der digitalen Druckvorstufe beansprucht wird. Ein Widerruf des europäischen Patentes EP1040428 hat zunächst faktisch keine Auswirkungen auf die Bestandskraft dieses Patentes. Allerdings wird dem Fachmann wohl klar sein, dass beide Patente nicht ohne Übertragung der Parameter-Datei auskommen. Letztlich dürfte also für beide Schutzrechte annähernd der Stand der Technik zur Beurteilung der Patentfähigkeit maßgeblich Sein. Daher ist damit zu rechnen, dass der Widerruf des EP1040428 auf das bereits anhängige Verfahren beim Bundespatentgericht gegen das "Petzold"-Patent durchaus eine präjudizierende Wirkung hat."

Die Entscheidung des Europäischen Patentamts ist keineswegs marginal für die Druckbranche. Gerade die Frage, wie und auf welchen Wegen Datenaustausch stattfinden darf, ist für Kunden der Druckindustrie wie auch für die HighTech-Branche Print von existenzieller Bedeutung. Wäre das Patent wirksam geworden, hieße das, dass eine ganze Industrie den webbasierten digitalen Druckstandard nicht mehr nutzen dürfe. Dies würde einer Monopolstellung gleichkommen. Dazu der Branchenexperte Bernd Zipper abschließend: "Dies wäre so absurd, als würde man das Drucken generell für sich okkupieren und patentieren wollen."
(Bernd Zipper)

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Pressekontakt
PR-Kultur
Simone Schubert
Savignystr. 59
45147 Essen
tel. 0201.4259178
fax 0201.4259182

Branchenexperte Bernd Zipper im Portrait
Bernd Zipper, Jahrgang 1967, leitet seit über zehn Jahren als Inhaber und Geschäftsführer die zipcon consulting GmbH mit Sitz in Essen. Fragt man Bernd Zipper, was er beruflich macht, so bekommt man zur Antwort: Strategie- und Technologieberatung. Gegen diese einengende Formulierung sträubt man sich jedoch, sobald man seinen Wirkungskreis eingehender betrachtet. Neben seiner langjährigen Tätigkeit in der Druck- und Medienindustrie, bei der er Druckereien, Agenturen, Mediendienstleistern und Firmen wie Apple Computers, Adobe Systems, Deutsche Post AG, Heidelberger Druckmaschinen AG, Agfa Deutschland und Messe Düsseldorf beratend zur Seite steht, ist Bernd Zipper Branchenvisionär und Themenantreiber. Er ist ein Macher, der gerne aus der Beraterrolle fällt, neue Themen und Trends aufzeigt und wegweisend mit gestaltet. Als einer der Ersten in der Branche erkannte er, dass die Entwicklungszyklen der Druck- und Medienindustrie immer schneller aufeinander folgen und neue, revolutionäre Technologien den Markt erobern. Mit der Zielsetzung kleine und innovationsstarke Firmen zu fördern, wurde mit seiner Unterstützung im Rahmen der drupa 2004 (Internationalen Leitmesse für Print und Media) erstmals die Sonderschau drupa innovation parc (dip) platziert. Das Erfolgsmodell zahlte sich aus. Heute ist der drupa innovation parc eines der Highlites der drupa.

Dass Bernd Zipper fast immer richtig liegt, wenn es um das Erkennen von wegweisenden Technologien geht, kommt nicht von ungefähr. Konsequente Marktbeobachtungen und visionäres Denken nehmen einen großen Raum in der täglichen Arbeit von Bernd Zipper und seinem Team ein. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse manifestierte zipcon consulting GmbH in Kooperation mit demBundesverband Druck und Medien (bvdm) in der aktuellen Studie „Web-to-Print 2007“.

Auch in Punkto Publikationsplattformen sind Bernd Zipper und sein Team am Puls der Zeit und der Branche. Als Herausgeber von „beyond-print.de“, dem Magazin für Online- und Mediatechnologien und dem Podcast „print-radio.info“ versorgt zipcon consulting GmbH den Markt mit aktuellen und zielgruppengerechten Informationen. Im Rahmen seiner journalistischen Tätigkeit publiziert er darüber hinaus regelmäßig Artikel in internationalen Fachmagazinen und Onlinemedien.

Bernd Zipper ist ein Typ mit Ecken und Kanten. Ein Querdenker, der nicht immer und überall gefällt – doch, das ist auch nicht sein Anspruch. Kritisch und unabhängig beobachtet und analysiert er das Geschehen am Markt und scheut sich nicht davor, seine Meinung kundzutun - dies jedoch stets charmant und mit der typischen Herzlichkeit eines waschechten Ruhrgebietlers. Seine Haltung hat ihm den Ruf des Moderators und Diplomaten eingebracht, der das Vertrauen der Branche genießt. Im Dezember 2007 wurde Bernd Zipper zum geschäftsführenden Vorstand der Interessengemeinschaft zur Förderung des freien Wettbewerbs Web-to-print e.V. gewählt. In der Interessengemeinschaft sind über 4.000 Unternehmen aus der Druck- und Medienbranche vertreten.

News-ID: 201745 • Views: 1551

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr