02.10.2008 - 09:59 - Mode, Trends, Lifestyle

Braun x Braun - Blau

Pressemitteilung von: lablue.de
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Schönaich, 02.10.2008. Schon mal an Familienplanung gedacht? Dann dürfte Sie folgende beliebte Behauptung interessieren: Braunäugige Eltern können kein Kind mit blauen Augen bekommen. Klingt vielleicht plausibel, ist aber in Wahrheit etwas blauäugig. Warum?

Wem bei dieser Frage die Mendel’schen Gesetze einfallen, ist schon einen entscheidenden Schritt weiter. Biologie-Unterricht: Erinnern Sie sich? Das Gen für „blaue Augen“ ist rezessiv, das für „braunäugig“ dominant. Die Möglichkeit stahlblau dreinblickenden Nachwuchses besteht demzufolge nur, wenn beide Elternteile eine blaue Anlage mitbringen. Die Betonung liegt auf „Anlage“. Denn auch in der Biologie gilt: Nichts ist wie es scheint.

Zwei Menschen mit braunen Augen könnten nämlich durchaus ein Baby mit blauen Augen zeugen. Der Grund: Bei der Vererbung werden auch rezessive Merkmale weitergegeben. Die sind einem Menschen zwar nicht anzusehen, aber eben doch (genetisch) vorhanden. Beispiel: Aus der Kombination zweier väterlicher Gene für braune Augen und zweier „blauer“ Augen-Gene der Mutter entstünde ein Kind mit je einem braunen und einem blauen Gen. In diesem Fall wäre der Nachwuchs ­ Mendel sei Dank ­ braunäugig. Schon in der übernächsten Generation aber könnte sich das mütterliche Erbe bemerkbar machen ­ selbst dann, wenn auch der Partner braune Augen hat, aber in seiner genetischen Anlage ebenfalls braun-blau „vorbelastet“ ist. Werden von diesen braunäugigen Eltern jeweils die (rezessiven) Gene für das Merkmal „blauäugig“ vererbt, dann kommt tatsächlich ein Kind mit strahlend blauen Augen zustande.

(Braunäugige) Väter, die so etwas rechtzeitig einkalkulieren, dürfen sich beim ersten Blick auf den (blauäugigen) Nachwuchs also aufrichtig freuen ­ und das Geld für den Vaterschaftstest sparen.

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