27.01.2006 - 09:25 - Politik, Recht & Gesellschaft

Wochenlange Odysee für einen der Zirkus G.Althoff Elefanten –durch nächtlichen behördlichen Zugriff der französischen Behörden bei Paris beendet

Pressemitteilung von: Hand in Hand Glückshof-ITP
Nachdem in jahrelangen intensiven Interventionen der ITP bereits im Aug.2003 die Elefantenkuh Sikim des Zirkus G.Althoff nach einem Reiseverbot verwahrlost, unterernährt und schwer gehbehindert in den Zoo Osnabrück übergeben wurde, nachdem ihre Lebensgefährtin Samba über Monate leidend verendet war( BILD berichtete) und die Elefantkuh Maya nach weiteren 2 Jahren Arbeit der ITP am 15.11.05 in Guldental/RLP lebensbedrohlich erkrankt nach mehreren Zusammenbrüchen beschlagnahmt und in den Zoo Heidelberg überstellt wurde, hatte der Zirkus G.Althoff die 4 verbliebenen Elefanten (Belinda,Pira, Vicky, Diana) aus Bingen-Kempten in einer Nacht- und Nebelaktion am 26.11.05 vor weiteren drohenden behördlichen Maßnahmen versteckt (AZ berichtete). Bis heute ist den deutschen Behörden - Kreisverwaltung Mainz-Bingen trotz der erlassenen Verfügungen gegen die verantwortlichen beim Zirkus Althoff, nicht bekannt wo sich die Elefanten genau aufhalten.

Für die Elefanten waren dem Zirkus bereits im Juli 04 sämtlich erforderliche tierschutzrechtlich Genehmigungen entzogen worden, sowie verfügt er schon seit Jahren nicht über die erforderlichen artenschutzrechtlichen EG Vermarktungspapiere. Ein Klage wegen erheblicher anhaltender Vergehen gegen das Tierschutzgesetzt ist bei der Staatsanwaltschaft Hanau u.a. Ermittlungsverfahren anhängig.

Auch war die erforderliche Reisegwerbekarte in einem Urteil des OVG Lüneburg vom 27.12.04 für E.Althoff u.a.entzogen worden. (die AZ berichtete)

Durch intensive europaweite Recherchen und Zusammenarbeit von Tierschützern wurden die 4 Elefanten Anfang Dez. 05 beim Zirkus Gärtner in Frankreich-Brehemont aufgefunden (die AZ berichtete).

Der seit Wochen jetzt ebenso schwer erkrankte Elefant Vicky wurde dort vom Zirkus schwer lahm vor mehreren behördlichen Kontrollen jedesmals versteckt.

Er wurde nicht gefähig am 9.12.05 dort mit einem Radlader in einen französischen Fleischtransporter geschoben (Zeugen) und dann ins Winterquartier von Cirque Medrano bei Montpellier verbracht, wo er Tage später erneut nach Brehemont zurück verfrachtet wurde. Pinguine wurden dort in einem Erdloch versteckt.

Am 21.12.05 war der Zirkus dann mit Vicky im alten Althoff Transportwagen erneut auf der Flucht vor einer richterlichen Durchsuchung und wurde bei einem Zirkus (Willy Zavatta) bei Paris bei niedrigen Temperaturen tagelang auf dem LKW ausharrend abgeparkt, wo ihn die französischen Tierschützer von one voice wieder auffanden.

Doch bei einer Kontrolle war er wieder verschwunden – wie auch die Hoffnung der Tierschützer euopaweit Vicky noch retten zu können. Aber jetzt fandete auch die französische Polizei nach dem versteckten kranken Elefanten Vicky.

Und es war den franz. Tierschützern von one voice in ständigem Austausch mit der ITP und anderen Tierschutzgruppen in Deutschland gelungen, Vicky in mühsamem und unermüdlichen Einsatz erneut ausfindig zu machen. Auf der weiteren Flucht wurde der Abtransport jetzt von der Polizei und den französischen Behörden in der Nacht vom 21/22.1.2006 endlich gestoppt und Vicky beschlagnahmt. (AFP 25.1.05)

Vicky wird jetzt von einem Wildtierspezialisten betreut und nach Abschluss der behördlichen Verfahren an einen Zoo übergeben.

Vechta, den 26.Janaur 2006

Kontakt:

Hand in Hand Glückshof-ITP

Petra Schneider 05492-962104


Der Verein Hand in Hand Glückshof – Initiative Tierschutz für Pferde (ITP) ist seit fast 5 Jahren in Niedersachsen Kreis Vechta ansässig und seit 2004 als besonders förderungswürdig und gemeinnützig anerkannt.

Durch seinen intensiven Einsatz konnte die schwer kranke Elefanten Kuh- Sikim in den Zoo Osnabrück (BILD berichtete) und Maya nach Heidelberg überstellt werden. Wir bemühen uns weiter um eine Überstellung der 4 in Ketten im Zirkus verbliebenen Elefanten (seit 7.04 in Rheinland Pfalz) in eine artgemäße Haltung frei von Ketten.

Der Verein hat einen Gnadenhof insbesondere für beschlagnahmte Pferde und arbeitet seit Jahren intensiv aktiv auch rechtlich und politisch in der Problematik von Zirkustieren.

Er fördert auf seinem Sozialen Tierhof tiergestützte Aktivität, insbesondere das therapeutische Reiten als Erlebensraum und Begegnungsstätte für Menschen und Tiere in einem Miteinander-Füreinander.

Dort, wo die Tiere in den Dienst des Menschen gestellt werden, geht ihr Leiden uns alle an.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Albert Schweizer



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