(openPR) Die Koalitionsparteien wollen nach der Sommerpause Initiativen starten, um Arbeitslose zur Aufnahme regulärer Vollzeitstellen zu zwingen. Beabsichtigt seien weitere Sanktionen und Leistungskürzungen für Arbeitslosengeld-Empfänger, die angebotene Jobs ablehnen, kündigten die arbeitsmarktpolitischen Sprecher von Union und SPD, Ralf Baucksiepe und Klaus Brandner, im Hamburger Abendblatt an. Auch der Druck auf die Arbeitsagenturen müsse zunehmen, damit diese Sanktionsmöglichkeiten rigoros anwendeten.
Aber wenn man sich das Gesagte genauer ansieht, dann muss sich doch der Bürger fragen, ob die Hitzewellen der letzten Tage, diesen Herren, das Hirn aufgeweicht hat. Eine Vollzeitstelle ist doch der Traum eines jeden Arbeitslosen, wohingegen das leere Gesülze und die vielen hohlen Versprechungen von diätenbeziehenden Politikern bei der nächsten Wahl sicherlich zum Ausdruck gebracht werden. Immer wieder muss man lesen , das man Arbeitslose in den 1. Arbeitsmarkt drängen will, ja sogar dazu zwingen möchte. Nur wo bitte sehr sind die Stellen, von denen diese Herren immer sprechen?
Millionen von Arbeitslosen werden jeden Monat gezwungen sinnlose Blindbewerbungen zu schreiben, an Arbeitgeber, die eigentlich keine Mitarbeiter suchen, nur damit, die in der Eingliederungsvereinbarung getroffen Bewerbungsquote von Seiten des Hilfesuchenden erfüllt wird. Aber wie sieht es von Seiten der Argenturen und Kommunen aus? Optionskommunen haben in vielen Fällen keinen Zugriff auf die Datenbank der Arbeitsargentur, wodurch freie Stellen die dorthin gemeldet werden, diese überhaupt nicht erreichen. Das heißt, Optionskommunen besitzen keine und nur mangelhafte Datenbanken über Stellenangebote. Wie sieht denn hier die Statistik aus? Wie es gibt keine, die ein Verhältnis zwischen Bewerbungsbemühungen Hilfesuchender und Argen etc. aufzeigt? Das wird wohl der Grund sein, warum Politiker immer wieder oben genannten Aussagen machen. Wenn man nachfragen würde, wie viele ALG II ‘ler in Ihrem Mitarbeiterstab beschäftigt sind, so dürfte auch hier die Ausbeute erschreckend gering ausfallen.
Vielleicht sollte man endlich diesen Herrn etwas ganz deutlich sagen:
Vollzeitbeschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt wäre und ist der Traum / Wunsch / Bestreben / Gottesgnade, eines jeden hilfesuchenden Arbeitslosen.
Aber um der Sache noch etwas mehr Würze zu geben. Wie soll man Leute trotz unzureichender Stellen im 1. Arbeitsmarkt in diesem beschäftigen, wenn keine Stellen vorhanden sind.
Mit solchen Aussagen, Hilfebedürftige weiter zu drangsalieren, werden Wähler und Sympathisanten für rechte Gruppierungen gewonnen. Also kann die Empfehlung an die arbeitsmarktpolitischen Sprecher von Union und SPD, Ralf Baucksiepe und Klaus Brandner nur sein:
Kopf kühlen - langsam nachdenken - realistisches von nicht realistischem abwägen und dann sich am besten wieder in die Versenkung der Politik verstecken.
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