Informatiker Matthias Wählisch von der FU Berlin erhält Diploma Thesis Award 2008 für Arbeit zu P2P-Netzen

Pressemitteilung von: Institut für Informatik, Freie Universität Berlin
Die weltweite und effiziente Datenverteilung an eine Gruppe von Teilnehmern des Internets ist ein bisher nicht vollständig gelöstes Problem. Matthias Wählisch, Informatiker an der Freien Universität Berlin (FU Berlin), hat hierfür in seiner Diplomarbeit neuartige Lösungen entwickelt und untersucht. Seine Ideen wurden von der Universität Innsbruck international und fachübergreifend mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiller und Georg Wittenburg, M.Sc. Sie entstand in Kooperation mit dem Projekt Moviecast um Prof. Dr. Thomas Schmidt von der HAW Hamburg. Die Auszeichnung wird zum dritten Mal von der Semiramis Research and Service Unit, einer Forschungs- und Dienstleistungseinrichtung der österreichischen Hochschule, vergeben

Internet-basiertes Fernsehen (IPTV) oder Social Video Chats verstärken den Bedarf, dieselben Inhalte an sehr viele Teilnehmer schnell und unter geringen Kosten zu verbreiten. IPTV auf der Basis von P2P-Technologien ist qualitativ oft unzureichend und erhöht die Last bei den Internet-Anbietern. In seiner Arbeit hat Matthias Wählisch ein Protokoll entwickelt, das die Arbeitsstationen untereinander automatisch fair behandelt und gleichzeitig den Datenverkehr zwischen den Providern reduziert. Sport-Events beispielsweise können so robuster und kostengünstiger übertragen werden.

Matthias Wählisch ist Mitglied der Forschungsgruppe Computer Systems und Telematics (FU Berlin) und Internet Technologies (HAW Hamburg).
Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich des mobilen Internets, P2P und Multimedia Networking sowie der Internet-Analyse.

Die Bewertung der Kriterien für den Diploma Thesis Award (Idee, Konzeption, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und sozialer Wert, Umsetzung, Inhalt, Ergebnis und Stil) wurde von Jurymitgliedern aus dem Forschungs- und Bildungswesen sowie von unabhängigen Unternehmensberatern vorgenommen. Ziel der Prämierungen ist insbesondere die Förderung der Wertschätzung und der Zugänglichkeit hervorragender Doktor-, Master- und Diplomarbeiten. Alle Finalisten tragen durch ihre Arbeiten einen Betrag zur nachhaltigen Know-how-Generierung bei, so die Semiramis Research and Service Unit.

Weitere Informationen:
* Arbeitsgruppe Computer Systems und Telematics: cst.mi.fu-berlin.de/
* BMBF-Projekt Moviecast: moviecast.realmv6.org/
* SeReS Unit: www.seres-unit.com

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Ansprechpartner & Pressekontakt:

Matthias Wählisch
AG CST, Institut für Informatik, FU Berlin
Takustrasse 9
14195 Berlin
eMail:
Tel. : +49-30- 2023 8871-0

Über die Freie Universität Berlin:
Die Freie Universität gehört zu den wissenschaftlichen Top-Adressen. Sie zählt zu den neun deutschen Hochschulen, die in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder in allen drei Förderlinien erfolgreich abgeschnitten haben und deren Exzellenz-Zukunftskonzepte gefördert werden. Die Freie Universität kann sich somit als "Internationale Netzwerkuniversität" im weltweiten Wettbewerb der Hochschulen positionieren. Zum Zukunftskonzept gehören drei strategische Zentren: für Clusterentwicklung, für internationalen Austausch und für Graduiertenstudien. In drei "Focus Areas" - den Regionalstudien, den Geisteswissenschaften und den Lebenswissenschaften - werden Entwicklung und Evaluierung von Forschungsprojekten vorbereitet. Schnittstelle der internationalen Zusammenarbeit sind die Büros der Freien Universität im Ausland, etwa in New York, Peking und Moskau. Rund 600 ausländische Wissenschaftler tragen zur Vielfalt in Forschung und Lehre bei. Von den rund 34.000 Studierenden, die in mehr als 100 Studienfächern eingeschrieben sind, kommen 16 Prozent aus dem Ausland.
Weitere Informationen unter: www.fu-berlin.de.

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