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Das Privatradio muss erwachsen werden

03.08.200508:55 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Das Problem wird offenkundig, wenn man weite Strecken quer durch Deutschland fährt: Die Sender wechseln, doch die Slogans und die Musik gleichen sich und sind damit austauschbar. Längst haben die öffentlich-rechtlichen Radios die Privaten kopiert und den Anspruch auf Vielfalt begraben. „Das Problem ist sicher, dass wir, genau wie alle anderen Sender, auf dieselben Berater gehört haben. Deren Patentrezept lautete, die aktuellen Hits so oft wie möglich zu spielen, und entsprechend eintönig war danach die Musiklandschaft“, beschreibt Radio 7 - Geschäftsführer Dr. Bernhard Hock die Entwicklung. Dass die Hörer hier inzwischen nicht mehr mitspielen, belegen die allgemeinen Rückgänge bei den Hörerzahlen. Deswegen sieht Bernhard Hock die Zeit gekommen, grundsätzlich über das Radio der Zukunft nachzudenken.



„Von zentraler Bedeutung wird künftig der Faktor ‚Glaubwürdigkeit’ sein. Mit der Verlosung einer Brustvergrößerung oder ähnlichen Aktionen gewinnt man zwar kurzfristig Aufmerksamkeit, erzielt aber keine nachhaltige Hörerbindung“, so Dr. Bernhard Hock. Wenn der Hörer dagegen das Gefühl hat, dass man ihn ernst nimmt und seine Bedürfnisse erfüllen will – sei es in Sachen Musik, sei es in Sachen Information – verzeiht er auch, wenn man seinen Geschmack nicht immer 100-prozentig trifft. „Als Bereichssender hat Radio 7 hier eine echte Chance. Denn wir verfügen über die notwendige Größe um Dinge tun zu können, für die ein kleiner Lokalsender nicht die Mittel hat. Gleichzeitig sind wir aber jeweils vor Ort präsent und können dort direkt auf die Anliegen der Hörer eingehen“, beschreibt Dr. Bernhard Hock den Ansatz.

Er nimmt deswegen den allgemeinen Rückgang der Hörerzahlen auch zum Anlass, über die Zukunft des Privatradios generell nachzudenken. „Natürlich tut man immer erst etwas, wenn es weh tut. Unser Glück ist, dass uns der Rückgang der Hörerzahlen früh getroffen hat und uns das nur auf einem sehr hohen Niveau schmerzt. Damit konnten wir überlegt und gezielt reagieren, ohne in unsinnigen Aktionismus verfallen zu müssen. Ein Prozess, denn wir weiter aktiv vorantreiben“, so Dr. Bernhard Hock weiter.

So soll auf der einen Seite mit durchaus herkömmlichen Mitteln gearbeitet werden, um die Stellung von Radio 7 nachhaltig zu festigen. Dazu gehört der Erwerb der FIFA-WM-Rechte ebenso wie die Präsentation internationaler Stars im exklusiven Kreis wie etwa im Ulmer Congress Centrum – zuletzt beispielsweise Lisa Stansfield oder Mark Owen. Auf der anderen Seite will Hock aber auch im eigenen Haus weitere Entwicklungen anstoßen, um das Gesicht des Senders schrittweise und grundlegend, aber immer im Sinne des Hörers, zu ändern. „Es ist die Frage, mit welchem Bewusstsein unsere Mitarbeiter – egal ob Sekretärin, Redakteur oder Moderator – an die Sache herangehen. Hier werden wir in den kommenden Monaten eine Diskussion in Gang setzen, die dazu führen soll, aus Radio 7 einen Sender mit einem ganz neuen Charakter und einem ganz eigenen Gesicht zu formen – mit mehr Abwechslung, Vielfalt und Nähe zum Hörer“, beschreibt Dr. Bernhard Hock die Strategie. Dass dieses Fernziel eines neuen Radioverständnisses nicht in einem Schritt zu erreichen ist, sondern nur in einem längeren Prozess, ist ihm dabei bewusst. „Wir haben zu lange nur an die Patentrezepte unserer Berater geglaubt. Es ist deswegen höchste Zeit, endlich eigene Wege zu gehen“, so Dr. Bernhard Hock. Er ist sich sicher, dass auch anderen Sendern langfristig nichts anderes übrig bleiben wird, als ein „eigenes“ Gesicht zu entwickeln. Dazu gehört für ihn ganz klar auch, den Hörer direkt mit einzubeziehen. „Mit unserem Radio 7-Club, der ja vor kurzem die 150.000-Mitgliederschwelle überschritten hat, haben wir hier ein ideales Instrument, das wir in Zukunft verstärkt nutzen werden.“

Kurzinfo Radio 7:
Radio 7 ist einer der drei großen Bereichssender in Baden-Württemberg. Mit fast 1 Mio. Hörerinnen und Hörern (Hörer gestern, MA 2005-Radio 1 und Radiocontrol) gehört Radio 7 seit Jahren zu den meistgehörten Radioprogrammen im Sendegebiet zwischen Würzburg und Zürich. Durch eigene Studios in Aalen, Ulm, Ravensburg und Tuttlingen und einem Schweizer Büro sorgt Radio 7 für aktuelle Informationen aus der jeweiligen Region – ein weltweites Korrespondentennetz liefert zusätzlich Nachrichten und Beiträge aus der ganzen Welt. Musikalisch setzt RADIO 7 auf einen abwechslungsreichen Mix aus aktuellen Hits und Titeln aus den 80er- und 90er-Jahren.

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