(openPR) Ohne Proteste hervorzurufen, sind in der ägyptischen Wochenzeitung "Al Fagr" schon im Oktober des vergangenen Jahres die umstrittenen Mohammed-Karikaturen aus der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" nachgedruckt worden. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Samstagsausgabe berichtet, wurde die Ausgabe vom 17. Oktober erst jetzt aus dem Internetportal der Zeitung genommen. Die Karikaturen waren am 30. September in Dänemark veröffentlicht worden, die Welle der Proteste setzte Ende Januar 2006 ein - auch in Kairo, wo sich bis dahin niemand über den Nachdruck in "Al Fagr" im Oktober aufgeregt hatte. Ihre jüngste Ausgabe widmet die ägyptische Zeitung, die sich einen Namen damit gemacht hat, politische Tabus zu verletzen, eine mehrseitige Beilage mit dem Thema "Bilder der Propheten". In islamischen Ländern wurden mittlerweile insgesamt mindestens vier Zeitungen verboten, die die Karikaturen veröffentlicht hatten. In Jordanien sind zwei Chefredakteure in polizeilichem Gewahrsam, deren Zeitungen ebenfalls die Zeichnungen aus Dänemark reproduziert hatten. Den beiden Journalisten drohen bis zu drei Jahre Haft. Anträge, sie auf Kaution freizulassen, wurden abgelehnt.
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