Frankfurt. Zahlreiche Nachrichten über eingestürzte oder vom Einsturz bedrohte Dachkonstruktionen verunsichern zur Zeit Verantwortliche und Nutzer gleichermaßen. Starke Schneefälle und das damit verbundene immense Gewicht stellen eine große Belastung für alle Dachkonstruktionen dar. Verschärft wird diese Situation durch den sog. Gletschereffekt. Die in einigen Regionen bereits fast zweimonatige Frostphase wurde immer wieder kurz durch Tauwetter unterbrochen, was zu schweren Eisschichten auf vielen Dächern führte.
Und doch: die Schneelasten bringen Gebäude zwar an Belastungsgrenzen, jedoch nicht zwangsläufig zum Einsturz. Gebäude, die nach den geltenden Belastungsnormen errichtet wurden, können solche Gletschereffekte ohne weiteres verkraften. Zum Einsturz von Dächern kommt es meistens dann, wenn Materialfehler in der Tragkonstruktion, Mängel bei der Bauausführung oder eine unzureichende Bauunterhaltung mit ins Spiel kommen. Dies war bei den Katastrophen in Bad Reichenhall und auch in Kattowitz der Fall. Um es klar zu sagen: Auch eine noch so gute Abdichtung kann eine fehlerhafte Statik des Gebäudes nicht kompensieren.
Die Frage der Dachform spielt in dieser Situation außerordentlich hoher Belastungen eine untergeordnete Rolle. Flachdächer sind in den letzten Wochen in den Mittelpunkt der Diskussionen geraten, da der Einsturz der Hallen in Bad Reichenhall und Kattowitz zahlreiche Menschen das Leben gekostet haben. Die Flachdachkonstruktionen wurden schnell als „Schuldige“ identifiziert. Spätestens seit dem Einsturz mehrerer Gebäude mit Satteldächern, darunter in Österreich das Rathaus in Mariazell und eine Schule in Kopfing kann das Flachdach als Dachform jedoch nicht mehr allein verantwortlich gemacht werden.
Jedes Gebäude mit baukonstruktiven Mängeln ist unter großer Belastung besonders gefährdet – unabhängig davon, ob es flach oder steil bedacht ist. Aus diesem Grund macht es keinen Sinn, an der Dachform anzusetzen, um zukünftig solche Schreckensszenarien auszuschließen. Vielmehr sollte die Qualität der gesamten Baukonstruktion im Mittelpunkt stehen. Wenn es Architekt und Bauherr bei der Errichtung oder Sanierung eines Gebäudes mehr um hochwertige Materialien geht als um die Einsparung von Cent-Beträgen, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.
Der vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V. befasst sich bereits seit einigen Jahren mit dem Thema Klimaveränderung und den Auswirkungen auf das Bauen. Neben den dramatischen Ereignissen in Bayern und Polen muss die Aufmerksamkeit aber auch auf die weiteren Schreckgespenster des Bauherrn gelenkt werden: Stürme, Starkregen und Hagelschläge sind extreme Wetterereignisse, die mit der Klimaveränderung weiter an Häufigkeit und Stärke zunehmen werden. Sicher ist, dass Gebäudeabdichtungen heute und vor allem in Zukunft wesentlich stärkeren Belastungen standhalten müssen als in der Vergangenheit. Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig es ist, bei der Planung und Erstellung von Bauwerken hochwertige Materialien einzusetzen.
Das sichere Dach über dem Kopf ist eines der wesentlichen Grundbedürfnisse des Menschen. Dies durch eine optimale Statik, eine gewissenhafte Bauausführung und die Wahl hochwertiger Abdichtungsmaterialien sicher zu stellen, darauf sollte in Zukunft alle Aufmerksamkeit gerichtet sein.
Informationen zum Thema sowie viele Anregungen rund um die Flachdach- und Bauwerksabdichtung finden Sie unter www.derdichtebau.de. Infos und Broschüren gibt es kostenlos per Mausklick oder direkt vom vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V., Tel. 069 2556-1314.
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