(openPR) Die fortschreitende Alterung der deutschen Infrastruktur betrifft auch viele Wasserstraßen, Hafenanlagen und Brückenbauwerke. Die bautechnische Bestandsaufnahme an der alten Lübecker Mühlentorbrücke – erbaut um 1900 – beinhaltet auch die Inspektion der Brückenfundamente unterhalb der Wasserlinie. Die HydroMapper GmbH hat hierzu ein innovatives und mit BMVI-Forschungsmitteln gefördertes Messverfahren entwickelt:
Die Erfassung von unter Wasser liegenden Bauwerksteilen stellt eine zentrale Komponente des HydroMapper-Verfahrens dar. Dazu werden hochauflösende akkustische Scanner für eine maximale Punktdichte und bestmögliche Genauigkeiten verwendet – mit Auswertung der Punktwolken oder HDR-Bilder aus Überwasser- bzw. Unterwasserscan strukturiert nach bauwerksbezogenen Katalogen.
Bautechnische Tauchuntersuchungen können somit punktgenau gesteuert werden, was zu raschen und validen Ergebnissen führt.
Das im Dezember 2018 gestartete Projekt 3D-HydroMapper liefert eine Genauigkeit der 3D-Daten bis auf wenige Zentimeter, reduziert Zeit und Aufwand bei der Wartung von Verkehrswasserbauwerken, zeigt eine vollständige Datenbasis für die Sanierung und ermöglicht eine automatisierte Ableitung statischer Kenngrößen.
Der Bestand und die Schäden unter Wasser können somit sehr exakt dokumentiert werden, einschließlich einer Ableitung von passenden BIM-Modellen (Building Information Modeling) zur Darstellung benötigter Materialmengen für die erforderliche Bauwerkssanierung. Das innovative Datenmodell ermöglicht zu jedem Zeitpunkt eine transparente und detaillierte Vorschau für die Kapazitätsplanung.
Wissen schafft Sicherheit: Durch diese konsequente Digitalisierung der Bauwerksprüfung und 3D-Bestandsaufnahme ergeben sich nicht nur enorme Effizienzgewinne in der Planung und Ausführung von Bauwerken, sondern auch eine deutlich besser bestimmbare Restlebensdauer von Verkehrswasserbauten wie Kaimauern, Spundwänden oder Brückenfundamenten.









